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Gewerbepark im Niederfeld - ArbonSt.Galler Tagblatt - 26. Juni 2007 "Die Rechnung geht so nicht auf"Verein "Viva Stadt Arbon" warnt vor Verknappung des Gewerbelandes im Richtplan - und will Gewerbepark im Niederfeld. Die Stadt sei für das Gewerbe nicht attraktiv, wenn im Richtplan die Entwicklungsflächen "künstlich knapp gehalten" werden, will der Verein "Viva Stadt Arbon" eine Korrektur erwirken. Und macht sich zum Fürsprecher eines Gewerbeparks im Stachener Niederfeld. max eichenberger
Zu knappes LandangebotMit der Verknappung des Gewerbegebietes und dem Schlagwort der "inneren Verdichtung" gehe die Rechnung mit den hehren Absichten der Stadtplaner so nicht auf, fürchten sie. "Die Investoren richten sich nicht nach den Traumvorstellungen und den Wünschen der Stadt aus, sondern nach Alternativen." Sie würden in der Nachbarschaft weniger Planungsunsicherheiten antreffen und fänden dort bessere Möglichkeiten vor: in Steinach oder Horn etwa, auch in Roggwil oder an der A1. Es fehle in Arbon an günstigem erschlossenem Gewerbeland. Die stadträtliche Angabe der vorhandenen Fläche sei irreführend, weil sie nur zum Teil verfügbar sei. Gewerbepark im NiederfeldDarum will "Viva" Einfluss auf den Richtplan nehmen: konkret will er im Gebiet Niederfeld (Stachen Süd) einerseits rund 120 000 Quadratmeter Land dem Gewerbe zuhalten und anderseits südlich des Wuhrweges auf einem Streifen von 30 000 Quadratmetern den städtischen Wohngürtel nach Süden abschliessen. "Mit unserer Idee eines Gewerbeparks an der Peripherie wollen wir nicht das Areal "Saurer WerkZwei" konkurrenzieren - dort bringt man kaum Kleingewerbe hinein -, vielmehr sehen wir darin eine Ergänzung", betont Isepponi. Politisch sei es unklug, das Angebot "künstlich knapp zu halten". Das verteuere die Bodenpreise und schrecke das Gewerbe ab, wirft Züllig dem Stadtrat "Scheuklappen-Denken" vor. Ob 400 Franken der Quadratmeter oder 200 Franken sei wohl ein Unterschied, bemerkt er. Es müsse auch andere Entwicklungsräume "mit marktgerechten Angeboten" geben als die spekulative Einschränkung auf innerstädtische Flächen. Diese würden im Übrigen längst nicht allen Bedürfnissen und der Art der Gewerbetätigkeit gerecht. Reserven für eine betriebliche Erweiterung böten sich dort zudem kaum. Oder seien sonst - quasi auf Vorrat - zu teuer. Visionen könnten platzenJäh zerschlagen könnten sich Visionen von der Ansiedlung höherwertiger Dienstleistungs- oder Gewerbebetriebe, wenn man sie partout ins Zentrum zwingen will, warnen Züllig und Isepponi. Die Nachbarn würden sich ins Fäustchen lachen. "Das ist nach unserer Auffassung jedenfalls keine gewerbefreundliche Politik", machen sie sich dafür stark, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen - und darum auch für die Arrondierung des Niederfeldes. Dort, an der Peripherie "und nahe der Verkehrslinie" (A1-Zubringer, zukünftige Spange Süd), könne kostengünstig Land erschlossen und bereitgestellt werden. Spange Süd finanzieren
"Wir denken auch grün"Die Arrondierung mache Sinn, vermitteln die Gewerbepark-Initianten: Das Wohngebiet mit dem Schulzentrum könnte sinnvoll abgeschlossen und ein ökologischer Verbindungsriegel mit renaturiertem Bachlauf geschaffen werden. "Wir denken auch grün, sind aber kein Verhinderungsverein. Wir glauben, die Ökologie nachhaltig in Übereinstimmung mit dem Raumplanungsgesetz bringen und dem Gewerbe fruchtbaren Boden anbieten zu können." Die Stadt sei für das Gewerbe nicht attraktiv, wenn im Richtplan die Entwicklungsflächen "künstlich knapp gehalten" werden, will der Verein "Viva Stadt Arbon" eine Korrektur erwirken. Und macht sich zum Fürsprecher eines Gewerbeparks im Stachener Niederfeld. |
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